LINKE beantragt Abschaffung der Langzeitstudiengebühren

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(LPA) Mit der aktuellen Hochschulgesetzes-Novelle soll auch das sog. Studienkontengesetz verstetigt werden. In Bremen sind aktuell (einmalig) 14 Semester gebührenfrei, anschließend werden pro Semester 500 Euro Langzeitstudiengebühren erhoben. DIE LINKE beantragt nun die Aufhebung dieses Gesetzes und die Abschaffung der Gebühr.

Kristina Vogt, Vorsitzende und wissenschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion: „Studiengebühren sind auch in dieser Variante unsozial. Die Gebühren sind eine soziale Härte insbesondere für Studierende mit familiären Verpflichtungen, in Erwerbsarbeit und für Menschen die aus anderen Gründen nicht in Vollzeit studieren können: Für Studierende mit Kindern oder ohne finanzielle Polster wirken sich Langzeitgebühren wie eine Bestrafung aus.“

Auch soll mit den Langzeitgebühren die Zahl der AbsolventInnen, die die Regelstudienzeit einhalten, erhöht werden. Die Regelstudienzeit für einen Bachelor und anschließenden Master an der Universität beträgt zehn Semester. Wer im Studium längere Praktika macht, sich während des Studiums noch einmal umorientiert, oder schlicht nicht die vorgegebenen Creditpoints pro Semester schafft, kommt relativ schnell in die Nähe der Gebühren.

Vogt: „Der Druck durch Studiengebühren bedeutet damit auch, dass Studienjahre weniger genutzt werden, um sich umfassend zu bilden und in einer komplexen Welt zu orientieren. Wenn es nur noch darum geht, junge AbsolventInnen möglichst schnell dem Arbeitsmarkt zuzuführen, leidet nicht nur das Studium als Phase der Willensbildung, sondern auch die Qualifikation.“

Die Bremer Hochschulen nehmen durch diese Gebühren insgesamt rund 1 Mio. Euro pro Jahr ein – zum Vergleich: Der Gesamtetat der Universität betrug im Jahr 2013 282 Mio. Euro. Sobald die Gebühr abgeschafft ist, müsste das Land die entstandenen Einnahmeverluste ausgleichen.

Den Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE zum Entwurf des Dritten Hochschulreformgesetzes auf Abschaffung der Langzeitstudiengebühren finden Sie hier: http://tinyurl.com/p33bvuf.

Doris Achelwilm //
Pressesprecherin //
Fraktion DIE LINKE.
in der Bremischen Bürgerschaft
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fon. 0421 / 20 52 97 50
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